Stra­ßen im HSK pro­fi­tie­ren von Lan­des­pro­gramm

Sanie­rung und Repa­ra­tur von Lan­des­stra­ßen in Arns­berg, Eslo­he, Mesche­de, Schmal­len­berg, Sun­dern und Win­ter­berg

Lan­des­stra­ßen und Geh- und Rad­we­ge an Lan­des­stra­ßen im Hoch­sauer­land­kreis wer­den im Rah­men des „Lan­des­stra­ßen­er­hal­tungs­pro­gramm 2021“ saniert und repa­riert. Das Minis­te­ri­um für Ver­kehr hat das ent­spre­chen­de Pro­gramm vor­ge­legt. Der Land­tag Nord­rhein-West­fa­len hat mit sei­nem Haus­halt 2021 den Ansatz für Erhal­tungs­maß­nah­men in die­sem Jahr auf 205 Mio. Euro erhöht. Das sind 77,5 Mil­lio­nen Euro (+ 62 Pro­zent) mehr als die Vor­gän­ger­re­gie­rung 2017 zur Ver­fü­gung gestellt hat. Mit dem Lan­des­stra­ßen­er­hal­tungs­pro­gramm 2021 legt das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um nun fest, für wel­che Pro­jek­te die Mit­tel ver­wen­det wer­den sol­len.

115,97 Mio. Euro flie­ßen in 148 Moder­ni­sie­rungs­vor­ha­ben an Fahr­bah­nen, Brü­cken und sons­ti­gen Anla­ge­tei­len. Statt ober­fläch­li­cher Aus­bes­se­rung setzt das Land Nord­rhein-West­fa­len auch mit dem Pro­gramm 2021 ver­mehrt auf grund­haf­te und nach­hal­ti­ge Moder­ni­sie­rung zur dau­er­haf­ten Ver­bes­se­rung des Zustands des Lan­des­stra­ßen­net­zes.

Um die Infra­struk­tur auch unter­jäh­rig sicher und intakt zu hal­ten, wird die soge­nann­te „Bau­amts­pau­scha­le“ um 25 Mio. Euro auf ins­ge­samt 75 Mio. Euro erhöht. Die­se ist ein­ge­plant, um fle­xi­bel und schnell auf klei­ne­re und unvor­her­ge­se­he­ne Vor­ha­ben reagie­ren zu kön­nen. Die Aus­wahl der Pro­jek­te, die mit die­sen Mit­teln rea­li­siert wer­den sol­len, erfolgt in Eigen­ver­ant­wor­tung der jewei­li­gen Regio­nal­nie­der­las­sun­gen des Lan­des­be­triebs Stra­ßen­bau Nord­rhein-West­fa­len.

10,49 Mio. Euro wer­den für die Moder­ni­sie­rung von Geh- und Rad­we­gen ent­lang der Lan­des­stra­ßen in der Bau­last des Lan­des ein­ge­setzt. 3,55 Mio. Euro sind für vier Maß­nah­men im Zusam­men­hang mit Abstu­fun­gen von Lan­des­stra­ßen zu Kreis- oder Gemein­de­stra­ßen vor­ge­se­hen.

Zu dem Lan­des­stra­ßen­er­hal­tungs­pro­gramm 2021 erklä­ren die hei­mi­schen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Klaus Kai­ser und Mat­thi­as Kerk­hoff: „Wir freu­en uns sehr über die Sanie­rung und Repa­ra­tur von Lan­des­stra­ßen und die Sanie­rung von Geh- und Rad­we­gen an Lan­des­stra­ßen im Hoch­sauer­land­kreis. Mit dem Pro­gramm wird der von der CDU-geführ­ten Lan­des­re­gie­rung in Gang gesetz­te Planungs‑, Geneh­mi­gungs- und Bau­hoch­lauf wei­ter­ver­folgt. So schaf­fen wir bes­se­re, siche­re­re und sau­be­re­re Mobi­li­tät, die all­tags­taug­lich ist für alle in Stadt und Land.“

Für den Hoch­sauer­land­kreis sind in 2021 fol­gen­de Maß­nah­men geplant:
• L 544 Sundern/ Hövel — K1 , Decken­erneue­rung
• L 721 Winterberg/Mollseifen Nie­der­las­sungs­gren­ze bis L 894 Fahr­bahn­sa­nie­rung
• L 735 Arnsberg/Oeventrop Brü­cke über Ruhr (Din­sche­der Brü­cke) und Geh-Rad­weg­brü­cke seit­lich der L 735
• L 740 Winterberg/Siedlinghausen — nörd­lich Win­ter­berg, Fahr­bahn­sa­nie­rung
• L 742 Wink­hau­sen bis Sied­ling­hau­sen, Fahr­bahn­in­stand­set­zung Wink­hau­sen bis Reh­sie­pen
• L 776 Schmal­len­berg — Gel­ling­hau­sen Fahr­bahn­sa­nie­rung
• L 914 Reis­te Rich­tung Mesche­de Schü­ren Kno­ten­punkt Decken­erneue­rung
• L 880 Finnentrop/Serkenrode bis Gal­le, Fahr­bahn­sa­nie­rung (Die­se Maß­nah­me liegt auch im Kreis Olpe.)

Hin­ter­grund:
Alle Maß­nah­men wur­den und wer­den bei der Auf­stel­lung künf­ti­ger Erhal­tungs­pro­gram­me nach fol­gen­den Kri­te­ri­en bewer­tet:
• Stra­ßen­zu­stand: Zur Erfas­sung des Zustands einer Lan­des­stra­ße wird ein optisch-elek­tro­ni­sches Auf­nah­me­ver­fah­ren mit spe­zi­el­len Mess­fahr­zeu­gen durch­ge­führt. Die­ses Ver­fah­ren zur Zustands­er­fas­sung und –bewer­tung (ZEB) wird alle vier Jah­re durch­ge­führt. Auf Basis der Dar­stel­lung der ZEB erfolgt die bau­tech­ni­sche Fest­stel­lung des Sanie­rungs­be­darfs im gesam­ten Lan­des­stra­ßen­netz.
• Ver­kehrs­be­deu­tung: Je höher die Bedeu­tung der Lan­des­stra­ße im nord­rhein-west­fä­li­schen Stra­ßen­netz ist, des­to dring­li­cher ist der Sanie­rungs­be­darf.
• Ver­kehrs­be­las­tung: Bei höhe­rer Belas­tung eines Stra­ßen­ab­schnitts im Ver­gleich zu den übri­gen Lan­des­stra­ßen einer Regi­on, erfolgt eine höhe­re Prio­ri­sie­rung.
• Ver­kehrs­si­cher­heit: Besteht eine höhe­re Unfall­si­gni­fi­kanz im betref­fen­den Sanie­rungs­fall, wird die­ser ent­spre­chend prio­ri­siert.
• sons­ti­ge fach­li­che Belan­ge: Eine Prio­ri­sie­rung erfolgt etwa zur Gefah­ren­ab­wehr (z. B. Frost­schä­den oder Hang­rut­schen) oder im Fal­le von beson­de­ren ört­li­chen Gege­ben­hei­ten (z. B. topo­gra­phi­sche oder meteo­ro­lo­gi­sche Ein­flüs­se).
• Ver­füg­bar­keit des betrof­fe­nen Stra­ßen­teil­net­zes: Erhal­tungs­maß­nah­men im Stra­ßen­netz müs­sen so auf­ein­an­der abge­stimmt sein, dass die ver­kehr­li­chen Belas­tun­gen für die Ver­kehrs­teil­neh­mer durch Sper­run­gen oder Umlei­tun­gen zumut­bar blei­ben.

Über die Auf­nah­me in das Pro­gramm wird jähr­lich neu ent­schie­den.