Land erstat­tet Best­wig, Bri­lon, Hal­len­berg, Mars­berg, Mede­bach, Mesche­de, Ols­berg und Win­ter­berg Straßenausbaubeiträge

Wer in Nord­rhein-West­fa­len ein Grund­stück besitzt, muss seit 2022 kei­ne Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge mehr zah­len. Das ist ein star­kes Signal für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Damit den Kom­mu­nen das ent­spre­chen­de Geld nicht in ihren Kas­sen fehlt, springt das Land ein: Mehr als 213 Mil­lio­nen Euro wur­de den Kom­mu­nen erstat­tet, die seit 2018 Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­men auf den Weg gebracht haben. Das sind 213 Mil­lio­nen Euro, die die Bür­ger in Nord­rhein-West­fa­len mehr im Porte­mon­naie haben.

Dazu erklärt der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Kerkhoff:
„Die voll­stän­di­ge Abschaf­fung der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge ist ein ech­ter Durch­bruch für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Nord­rhein-West­fa­len – und ein star­kes Signal für Fair­ness und Ent­las­tung. Wer ein Haus besitzt, wird nicht mehr zur Kas­se gebe­ten, weil die Stra­ße vor der Tür saniert wird, und das womög­lich schon vor Jah­ren. Damit haben wir Klar­heit und Ver­läss­lich­keit für die Men­schen vor Ort geschaf­fen und eine jahr­zehn­te­lan­ge Unge­rech­tig­keit been­det. Für vie­le ging es um meh­re­re tau­send Euro, bis hin zu exis­tenz­be­dro­hen­den Sum­men – das ist jetzt end­lich vom Tisch. Seit 1969 hat kei­ne Lan­des­re­gie­rung das Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ange­fasst und sich an die­se Reform getraut – wir tun es, und zwar auf einer soli­den finanz­po­li­ti­schen Basis. Die Men­schen vor Ort müs­sen nicht län­ger für maro­de Stra­ßen bezah­len. Best­wig, Bri­lon, Hal­len­berg, Mars­berg, Mede­bach, Mesche­de,  Ols­berg und Win­ter­berg kön­nen trotz­dem mit den Bei­trä­gen pla­nen. Das Land hat Best­wig 337.575,14 Euro, Bri­lon 755.850,89 Euro, Hal­len­berg 449.156,69 Euro, Mars­berg 104.650,50 Euro, Mede­bach 405.320,88 Euro, Mesche­de 648.994,77 Euro, Ols­berg 37.453,12 Euro und Win­ter­berg 664.481,76 Euro erstat­tet – Geld, das frü­her durch Anlie­ger­bei­trä­ge zusam­men­kom­men musste.

Vie­le Städ­te und Gemein­den nut­zen die­se neue Pla­nungs­frei­heit bereits sinn­voll: Statt kom­pli­zier­ter Abrech­nun­gen kön­nen sie sich jetzt auf das kon­zen­trie­ren, was wirk­lich zählt: lebens­wer­te Stra­ßen mit mehr Grün, weni­ger Beton und guter Beleuch­tung. Ob die Erneue­rung oder die Sanie­rung der Stra­ßen in Best­wig, Bri­lon, Hal­len­berg, Mars­berg, Mede­bach, Mesche­de, Ols­berg und Win­ter­berg – wo frü­her Bür­ger mit­zah­len muss­ten, über­nimmt jetzt und in Zukunft das Land die vol­le Summe.“

Hin­ter­grund:
Schon 2020 hat die Lan­des­re­gie­rung einen wich­ti­gen Schritt gemacht: Damals wur­de das 51 Jah­re alte Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz refor­miert – zum Vor­teil der Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin­nen und ‑eigen­tü­mer. Zunächst hat das Land die Hälf­te der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge über­nom­men. 2022 folg­te der nächs­te Schritt: Die Lan­des­re­gie­rung über­nahm nun 100 Pro­zent der Bei­trä­ge, und zwar auch rück­wir­kend für die­je­ni­gen, die vor­her noch selbst die Hälf­te zah­len mussten.
2024 kam der kon­se­quen­te Schluss­punkt: Ein gesetz­li­ches Ver­bot, über­haupt noch Bei­trä­ge von Anlie­gern zu erhe­ben. Statt­des­sen bekom­men die Kom­mu­nen das Geld zu 100 Pro­zent vom Land erstat­tet. Damit ist klar: Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zah­len nichts mehr – und den Städ­ten und Gemein­den ent­steht kein finan­zi­el­ler Nachteil.
Seit­dem sind rund 3200 Erstat­tungs­an­trä­ge bei der Lan­des­kas­se ein­ge­gan­gen – mit einem Gesamt­vo­lu­men von rund 254 Mil­lio­nen Euro. 213 Mil­lio­nen Euro wur­den bereits an 225 Städ­te und Gemein­den ausgezahlt.