Jun­ge Uni­on Hoch­sauer­land ver­teil­te 1.000 Organ­spen­de­aus­wei­se

Die Jun­ge Uni­on Hoch­sauer­land hat am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Hoch­sauer­land­kreis über 1.000 Organ­spen­de­aus­wei­se ver­teilt. Die JU war dabei mit Infor­ma­ti­ons­stän­den zum Tag der Organ­spen­de in Arns­berg, Sun­dern, Mesche­de, Eslo­he, Win­ter­berg, Best­wig, Bri­lon, Ols­berg und Mars­berg aktiv.

In Ols­berg betei­lig­te sich der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Kerk­hoff an der tol­len Akti­on.

 

„Die Akti­on war ein vol­ler Erfolg. Wir konn­ten vie­le Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en und Organ­spen­de­aus­wei­se ver­tei­len und vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf die­ses wich­ti­ge The­ma auf­merk­sam machen“, freut sich der JU Kreis­vor­sit­zen­de Tho­mas Becker. Aller­dings haben die JU-Mit­glie­der an allen Orten die Erfah­rung gemacht, dass vie­le Leu­te zu wenig über das The­ma Organ­spen­de wis­sen. „Vie­le Mit­bür­ger haben uns zum Bei­spiel ent­geg­net, dass sie für eine Organ­spen­de mit 60 Jah­ren doch schon zu alt sei­en. Doch das stimmt gar nicht“, erläu­ter­ten der JU-Vor­sit­zen­de aus Bri­lon, Jan Hil­ken­bach, der Vor­sit­zen­de der JU Ols­berg, Miguel Wahle, und Mari­on Min­ge­leers, JU-Vor­sit­zen­de in Win­ter­berg.

Grund­le­gend für die Organ- und Gewe­be­spen­de ist nicht das Alter, son­dern der all­ge­mei­ne Gesund­heits­zu­stand und der Zustand der Orga­ne. Nach unten gibt es kei­ne Alters­gren­ze. Bei Kin­dern bis zum 14. Lebens­jahr ent­schei­den die Eltern, ob Orga­ne oder Gewe­be gespen­det wer­den. Ab dem 14. Geburts­tag kön­nen Jugend­li­che einer Organ­ent­nah­me selbst wider­spre­chen, ab 16 kön­nen sie ent­schei­den, ob sie zustim­men oder eine Ent­nah­me ableh­nen. „Poli­tik, Kran­ken­kas­sen und die Akteu­re im Gesund­heits­sek­tor müs­sen viel mehr Auf­klä­rungs­ar­beit leis­ten und aktiv die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger infor­mie­ren“, for­dert Becker. Nur so las­se sich die Zahl der Organ­spen­der erhö­hen.

Dass vie­le Men­schen bereit wären, Orga­ne zu spen­den, zeigt eine reprä­sen­ta­ti­ve Befra­gung der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung aus dem Jahr 2013. Dem­nach sind 68 Pro­zent der 14- bis 75-Jäh­ri­gen für den Fall ihres Todes zu einer Organ­spen­de bereit. Aller­dings haben nur 28 Pro­zent die­ser Alters­grup­pe einen Organ­spen­de­aus­weis.

Für inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger lie­gen noch in Best­wig in der Signal Idu­na Ver­si­che­rung, in Mars­berg in der Die­mel­tal Apo­the­ke, Mari­en Apo­the­ke und Apo­the­ke am Burg­hof, in Sun­dern und Ols­berg in allen Apo­the­ken und in Eslo­he bei der Bäcke­rei Fran­zes wei­te­re Infor­ma­ti­ons­bro­schü­ren und Organ­spen­de­aus­wei­se aus.

Umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen sowie Organ­spen­de-Aus­wei­se zum Bestel­len und Aus­dru­cken gibt es auch im Inter­net unter: www.organspende-info.de.

Foto: Am Infor­ma­ti­ons­stand der JU Ols­berg half auch der hei­mi­sche CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Kerk­hoff (3.v.l.) beim Ver­tei­len von Organ­spen­de­aus­wei­sen (JU-Vor­sit­zen­der Miguel Wahle, 2.v.r.).