Vol­les Haus beim 8. CDU Frau­en Früh­stück mit Mat­thi­as Kerkhoff im Cafè Pöllmann

Die CDU Frau­en Mede­bach hat­ten zum 8. CDU-Frau­en-Früh­stück ins Cafè Pöll­mann ein­ge­la­den. Die­ses Früh­stück ist fes­ter Bestand­teil im jähr­li­chen Ter­min­plan der Mede­ba­cher CDU-Frau­en und erfreut sich sehr gro­ßer Beliebt­heit. So freu­te sich die 1. Vor­sit­zen­de Hel­ma Are­ns an die­sem Mor­gen über eine gro­ße Anzahl poli­tisch inter­es­sier­ter Frau­en. Schon die Ankün­di­gung hoch­ka­rä­ti­ger Gäs­te aus der Poli­tik in der Ein­la­dung ver­sprach ein inter­es­san­ter Vor­mit­tag zu wer­den.
Mit der Teil­nah­me von Mat­thi­as Kerkhoff, CDU Mit­glied des Land­ta­ges und Kan­di­dat bei der Land­tags­wahl in NRW am 14.05.2017, Mark Wein­meis­ter Euro­pa­se­kre­tär des Lan­des Hes­sen, San­dra Paf­fe 1. Vor­sit­zen­de der FU Wies­ba­den, Tho­mas Gro­sche Mede­bachs Bür­ger­meis­ter, Gün­ther Lan­gen Vor­sit­zen­der der CDU Senio­ren Uni­on, Hubert Kleff MdL a. D., Georg Wienand CDU Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der und Franz-Josef Kor­des CDU Orts­ver­bands­vor­sit­zen­der begann nach einem lecke­ren Ver­wöhn-Früh­stück der Fami­lie Pöll­mann eine rege Dis­kus­si­on.
In sei­nen Aus­füh­run­gen ging Mat­thi­as Kerkhoff schwer­punkt­mä­ßig auf die Innen‑, Bil­dungs- und Wirt­schafts­po­li­tik ein:

Inne­re Sicher­heit:
-    Beson­ders das Ver­hal­ten der nord­rhein-west­fä­li­schen Behör­den im Fall des Ter­ro­ris­ten Anis Amri macht fas­sungs­los. Mat­thi­as Kerkhoff: „Wenn Innen­mi­nis­ter Jäger sagt, man sei bis an die Gren­zen des Rechts­staa­tes gegan­gen, dann fra­gen sich die Men­schen zurecht, was ist das für ein Rechts­staat der so etwas nicht ver­hin­dern kann?“
 
- Auch die Ent­wick­lung der Ein­bruchs­zah­len mache den Men­schen Angst. Statt Show­ver­an­stal­tun­gen wie Blit­zer-Mara­thons durch­zu­füh­ren, müs­se man sich auf die Ermitt­lungs­ar­beit kon­zen­trie­ren. Aus­drück­lich bedank­te sich Mat­thi­as Kerkhoff bei den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten in NRW, die einen schwe­ren Job hät­ten und sich immer mehr Respekt­lo­sig­kei­ten im Dienst gefal­len las­sen müss­ten. „Unse­re Poli­zei muss gut aus­ge­stat­tet sein und braucht gera­de in schwe­ren Zei­ten poli­ti­sche Rücken­de­ckung“, so Mat­thi­as Kerkhoff.
-  SPD, Grü­ne und Lin­ke wol­len ein kom­mu­na­les Wahl­recht für Nicht-EU-Aus­län­der, Mat­thi­as Kerkhoff hat gegen die­ses Gesetz gestimmt und begrün­det dies so: Ein kom­mu­na­les Aus­län­der­wahl­recht ist inte­gra­ti­ons­feind­lich, ver­fas­sungs­wid­rig und ange­sichts der aktu­el­len außen­po­li­ti­schen Situa­ti­on poli­tisch fahr­läs­sig. Das Grund­ge­setz bestimmt, daß das Wahl­recht unmit­tel­bar an die deut­sche oder die EU-Staats­bür­ger­schaft gebun­den ist. Ansons­ten schließt das Grund­ge­setz die Teil­nah­me von Aus­län­dern an Wah­len sowohl im Land als auch in den Kom­mu­nen aus. Das hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt so bestä­tigt. Wer hier wäh­len will, muß auch Deut­scher wer­den wol­len, mit allen Rech­ten und Pflich­ten. Das Wahl­recht steht am Ende und nicht am Anfang einer erfolg­rei­chen Inte­gra­ti­on. Nach acht Jah­ren Auf­ent­halt in Deutsch­land kann man die deut­sche Staats­bür­ger­schaft beantragen.

Bil­dungs­po­li­tik
- Inklu­si­on in Kin­der­gär­ten und Schu­len: in NRW nicht gelun­gen und völ­lig dane­ben
- Die Schu­le im All­ge­mei­nen, G8 oder G9?: Unter­richts­aus­fall, Leh­rer­man­gel in NRW kata­stro­phal
 
Wirt­schafts­po­li­tik
- Mat­thi­as Kerkhoff: „Die gerin­ge­re wirt­schaft­li­che Dyna­mik Nord­rhein-West­fa­lens im Ver­gleich mit ande­ren Bun­des­län­der, sei kein Schick­sal, son­dern hät­te mit fal­schen poli­ti­schen Schwer­punk­ten zu tun. Anstatt mit immer mehr Büro­kra­tie und Regu­lie­rung das Land zu läh­men, bräuch­te es einen Auf­bruch. Ein Lan­des­na­tur­schutz­ge­setz, das weit über Bun­des­vor­ga­ben hin­aus­ge­he, die Dis­kus­si­on über die geplan­te Hygie­ne­am­pel, (das geplan­te Gesetz von Johan­nes Rem­mel (Grü­ne) ist nicht nur über­flüs­sig, son­dern auch rechts­wid­rig.
Die For­de­run­gen aus dem geplan­ten Gesetz wer­den nicht zu mehr Trans­pa­renz füh­ren, son­dern lösen bei den Betrof­fe­nen Exis­tenz­ängs­te aus, und kön­ne das Lebens­mit­tel­hand­werk in gro­ße Schwie­rig­kei­ten brin­gen).
Dies sind nicht hin­nehm­ba­re Kri­te­ri­en, genau­so wie ein Lan­des­ent­wick­lungs­plan, der die fal­schen Signa­le an Inves­to­ren und Grün­der aus­sen­de“.
Zum The­ma EU und Brexit gab Herr Wein­meis­ter inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen. Vie­le die­ser Infor­ma­tio­nen waren so nicht bekannt. Wie wich­tig für uns die EU ist und was der Brexit mit sich brin­gen wird, wur­de von Herrn Wein­meis­ter aus­gie­big erklärt.
Zum Abschluß des Vor­mit­tags stell­te die Stadt­füh­re­rin Kers­tin Neu­mann-Schnur­bus den Gäs­ten in einer Kurz­fas­sung bei einem klei­nen Rund­gang bis zum Rat­haus die lan­ge Geschich­te der Stadt Mede­bach. Bür­ger­meis­ter Tho­mas Gro­sche emp­fing dort die Gäs­te und gab einen kur­zen Über­blick über die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Situa­ti­on der Stadt. Mit einem Ein­trag aller Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer ins Gol­de­ne Buch der Stadt Mede­bach ende­te ein dis­kus­si­ons­freu­di­ger, infor­ma­ti­ver und gelun­ge­ner Vormittag.